Dynamische Stromtarife koppeln den Preis für elektrische Energie direkt an die stündlich schwankenden Börsenpreise. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tarifen mit fixen Arbeitspreisen spiegelt sich bei diesem Modell die aktuelle Verfügbarkeit von Strom wider: Bei einem hohen Angebot an erneuerbarer Energie, beispielsweise durch starke Winde oder intensive Sonneneinstrahlung, sinken die Preise. Steigt die Nachfrage bei geringem Angebot, erhöhen sich die Kosten entsprechend.
Wann sich ein Umstieg lohnt Laut Informationen von klimaaktiv lohnen sich dynamische Tarife insbesondere für Haushalte, die ihren Stromverbrauch flexibel gestalten können. Das größte Einsparpotenzial ergibt sich für Nutzer von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.
Dazu zählen:
- Elektrofahrzeuge, deren Ladevorgang in preisgünstige Stunden verlegt werden kann.
- Wärmepumpen, die Wärme bevorzugt dann erzeugen, wenn Strom im Überfluss vorhanden ist.
- Stromspeicher, die bei niedrigen Preisen geladen und bei teuren Preisen entladen werden.
Haushalte ohne diese Technologien oder mit einem starren Verbrauchsprofil profitieren in der Regel weniger, da sie die Preisschwankungen nicht aktiv nutzen können.
Beitrag zur Energiewende Neben dem finanziellen Aspekt leisten dynamische Tarife einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien. Durch die Verlagerung des Verbrauchs in Zeiten hoher Produktion wird das Netz entlastet und die Nutzung von sauberem Strom gefördert. Dies entspricht direkt den Zielen der Klima- und Energie-Modellregionen, eine dezentrale und nachhaltige Energieversorgung zu etablieren.
Für interessierte Bürger in der Südsteiermark bietet die KEM-Beratung weitere neutrale Informationen zur technischen Umsetzung und zur Einschätzung des individuellen Einsparpotenzials.
Weitere nützliche Informationen und Praxisbeispiele finden Sie bei klimaaktiv
