Einführung der Energiebuchhaltung

in die KEM Gemeinden

„Energiebuchhaltung“ bedeutet die regelmäßige Betrachtung und Bewertung von Energieverbräuchen von Gebäuden und Anlagen, um daraus potenzielle Verbesserungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen zu erzielen. Dafür müssen Messeinrichtungen, wie z.B. Stromzähler in gleichbleibenden Abständen, z.B. monatlich abgelesen und in Verbräuche umgerechnet werden.

So entsteht ein Verbrauchsverlauf (Beispiel siehe Grafik unten), an dem man Unregelmäßigkeiten erkennen kann, z.B. ein erhöhter Wasserverbrauch aufgrund eines unentdeckten Wasserrohrbruchs oder aufgrund weiter verrechneter spezifischer Energiekennzahlen Unterschiede zu anderen gleich genutzten Objekten (Benchmarking), bis hin zu Unterschieden in den Kosten, z.B. Tarifkosten Strom, usw. …

Aufgrund dessen, dass diese Dinge jetzt auffallen, können im Bedarfsfall Überlegungen für Optimierungen angestellt werden. Ebenso wird durch die kontinuierliche Datensammlung eine wesentliche Grundlage für z.B. Sanierungsmaßnahmen an einem Gebäude geschaffen, die Entscheidungen und die Planung erleichtert.

Ein eigentlich einfacher, aber sehr wirkungsvoller Vorgang: Ablesung der Zählerstände –-> Auswertung von Verbräuchen und Kosten –-> Bewertung und Diskussion –-> im Bedarf Entwicklung von Optimierungsmaßnahmen. Doch es muss auch getan werden.

Und dazu haben sich nun die beiden KEM Marktgemeinden St. Veit i.d.S. und Straß i.S. entschlossen. Unter der Leitung des KEM Managers Christian Luttenberger erfolgten in den letzten Monaten die erforderlichen Schritte zur Einführung der Energiebuchhandlung:

  • ABSTIMMUNG DER GEBÄUDE UND ANLAGEN mit dem Steuerungsteam der KEM: 11 Objekte festgelegt
  • ERSTELLUNG DER ARBEITSUNTERLAGEN wie Zählerableseformulare und Erhebungsbögen
  • Entscheidungsfindung für die genutzte Software: Excel-Datei für die monatliche Darstellung wird erarbeitet und die Software „EBO“ (Energiebuchhaltung Online) der Energieagentur Steiermark für die jährliche Auswertung und Benchmarking genutzt
  • START-WORKSHOP zur Einführung der Energiebuchhaltung im Mai 2021 mit den Gebäudezuständigen und Teilnehmer*innen jeder Marktgemeinde. Hier wurden die Grundlagen besprochen und Eckdaten abgestimmt. Man einigte sich auf:
    • Verbrauchs-Bereiche die erfasst werden: nämlich Wärme, Strom, Wasser
    • Zähler-Ableseintervalle: monatlich
    • Anzahl der gemeinsamen Auswertungs-Workshops von Verbräuchen und gegebenenfalls zur Entwicklung von Optimierungsmaßnahmen: 2 -3 mal pro Jahr
  • ERHEBUNGS-TERMINE für die gewählten Gebäude / Anlagen, um Grundlagen für die Bewertung zu sammeln
    • Juli 2021, Straß in Steiermark
    • August 2021, St. Veit in der Südsteiermark
  • MONATLICHE ZÄHLERABLESUNGEN: werden aktuell durch die Zuständigen durchgeführt
  • AUSWERTUNGS-WORKSHOP mit allen Zuständigen: Anfang 2022
  • FORTSCHREITEND ZÄHLERABLESUNGEN UND AUSWERTUNGS-WORKSHOPS

Zentrale und wichtige Rollen nehmen die für die Objekte Zuständigen in den Marktgemeinden ein.

  • Veit in der Südsteiermark: Koordination durch Amtsleiter Manfred Lechner
  • Zuständige für die Objekte, Zählerablesungen und Erhebungen:
    • Volksschule Weinburg und Kindergarten Weinburg: Günther Pölzl
    • Volksschule St. Nikolai und Kindergarten St. Nikolai: Manfred Prisching
    • Volksschule St. Veit und Kindergarten St. Veit: Andreas Schreiner
    • Gemeindeamt St. Veit: AL Manfred Lechner
  • Straß in Steiermark: Koordination durch Amtsleiter Josef Rauscher
  • Administrative Unterstützung: Margit Innerhofer-Teichtmeister (Finanzen) und Peter Ulrich (Buchhaltung)
  • Zuständige für die Objekte, Zählerablesungen und Erhebungen sind hier Bernd Wechselberger und Armin Schauperl, die Objekte sind: Haus der Musik und Kultur in Spielfeld, Schulzentrum Straß, Kindergarten Straß, Gemeindeamt Straß

 Der Start für die Energiebuchhaltung ist erfolgt, ein einfaches, aber wertvolles Instrument in privaten, betrieblichen und kommunalen Gebäuden und Anlagen.

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